Schaffhauser Bauernverband

Zahlen und Fakten zur Schaffhauser Landwirtschaft

Die Schaffhauser Bauernbetriebe bewirtschaften insgesamt rund 15'800 Hektaren Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN), wovon knapp 16 % auf deutschem Staatsgebiet liegen. Momentan gibt es rund 482 direktzahlungsberechtigte Landwirtschaftsbetriebe, von denen etwa 70 % als Haupterwerbsbetriebe geführt werden. Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe hat im Laufe einer Generation um über die Hälfte abgenommen. Die Schaffhauser Betriebe bewirtschaften im Durchschnitt rund 33,4 Hektaren Land und weisen damit im Vergleich zu anderen Schweizer Kantonen relativ grosse Betriebe aus (Durchschnitt Haupterwerbsbetriebe CH 2013: 23,3 ha).

Im Jahr 2016 waren 482 Betriebe oder 14'385 ha für die Direktzahlungen beitragsberechtigt. Schaffhauser Bauernbetriebe beteiligten sich überdurchschnittlich zahlreich an den Umwelt-Programmen des Bundes (z.B. Biodiversitätsförderflächen BFF, besonders tierfreundliche Haltungssysteme). Als BFF waren 1'986 ha bzw. 15,1 % der Inland-NL angemeldet (gesetzlich vorgeschrieben: 8 %). 50.7 % der Schaffhauser BFF erfüllen die Anforderungen an die Qualitätsstufe II. Zudem waren 84 % der BFF in den 17 Vernetzungsprojekten angemeldet. Knapp 74 % aller Nutztiere wurden in einem besonders tierfreundlichen Stallhaltungssystem (BTS) gehalten und / oder profitierten vom  RAUS-Programm*.

6,6 % der Betriebe wurden 2016 biologisch bewirtschaftet. Am Landschaftsqualitätsprojekt Schaffhausen zur Kulturlandschaftspflege in den Bereichen Acker- und Rebbau, Weidehaltung, Pflege und Unterhalt von Hochstammbäumen, Hecken und Feldgehölzen, beteiligten sich 425 oder rund 86 % aller direktzahlungsberechtigter Betriebe.

Der Ackerbau hat im Kanton Schaffhausen einen sehr hohen Stellenwert, nebst Brot- und Futtergetreide wird auch selteneres Getreide wie Emmer, Einkorn, Urdinkel oder Hartweizen angebaut. Rund 200 Landwirte produzieren ihr Getreide nach den Richtlinien der Integrierten Produktion (IP). Entsprechend dem hohen Anteil an Ackerbau ist die Nutztierdichte bei den Schaffhauser Betrieben im Vergleich zur gesamten Schweiz mit durchschnittlich 0,72 Grossvieheinheiten pro Hektare sehr tief. Rund ein Drittel aller Schaffhauser Betriebe haben kein Vieh mehr. Nachdem 2009 die Milchkontingentierung abgeschafft wurde, ist die Zahl der Milchviehbetriebe stark gesunken. Trotzdem erhöhte sich der Rindviehbestand leicht, da viele Betriebe auf Mutterkuhhaltung umstellten und nun nicht mehr Milch sondern Fleisch produzieren.

 *BTS und RAUS sind besonders tiergerechte Direktzahlungsprogramme für landwirtschaftliche Nutztiere: BTS: Besonders Tierfreundliche Stallhaltungssysteme (mind. Zwei-Raum-Laufstall).RAUS: Regelmässiger Auslauf ins Freie (mind. 26 Tage pro Monat im Sommer auf die Weide; mind. 13-mal pro Monat im Winter Auslauf ins Freie, d.h. auf befestigtem Laufhof oder auf Weide).

(Quelle: Zahlen und Fakten zur Schaffhauser Landwirtschaft, Ausg. 2017)

 

Detaillierte Informationen finden Sie in "Daten und Fakten zur Schaffhauser Landwirtschaft 2015" des Landwirtschaftsamts Schaffhausen:

http://www.sh.ch/fileadmin/Redaktoren/Dokumente_nicht_im_Formularpool/Landwirtschaftsamt/Zahlen_und_Fakten_17_Stand3.4.17.pdf